Kauf und Verkaufsstrategien Wertpapierhandel

Was ist die „richtige“ Kauf/Verkaufsstrategie?

Ich melde mich mal wieder aus der Versenkung, nachdem ich ein paar Jahre nichts mehr geschrieben habe.

In der Vergangenheit habe ich einige Bücher oder Teile von Büchern gelesen, in denen es um die Kaufstrategie und die Verkaufsstrategie ging.

Eine Strategie, die viele Intuitiv wählen, ist:
Eine Tranche eines Wertpapiers kaufen (z.B. 10 Stück etc.), wenn der Preis des Wertpapiers fällt, nachkaufen, wenn der Preis sich gut entwickelt und das Wertpapier so mit Gewinn im Depot liegt irgendwann verkaufen.
Wenn man Glück hat, hat man etwas Gewinn, wenn man Pech hat, hat man das Wertpapier zu einem Buchverlust mit Verlust im Depot liegen (nicht realisiert).

Wenn ein Wertpapier einen Verlust von 10% eingefahren hat, muss es wieder um 11,1% steigen, um den Verlust wett zu machen. Bei 15% Verlust schon 17,6%, bei 20% benötigt das Wertpapier bereits eine Kurssteigerung um 25%, ganz zu schweigen das bei 50% Verlust 100% Gewinn gebraucht werden, nur um die Verluste aufzuholen, es wurde dann noch kein Gewinn erzielt.

Die genannte Strategie folgt nicht der Maxime „Verluste Begrenzen, Gewinne laufen lassen“, sondern eher „Verluste laufen lassen und Gewinne begrenzen“. Aber wie kann eine „gute“ Strategie aussehen?

Eine andere Strategie ist, eine Tranche eines Wertpapiers zu kaufen, und wenn der Preis 10% unter dem Einkaufspreis liegt verkaufen (Pech gehabt, 10% Verlust) und auf das nächste Wertpapier zu setzen (Wenn man noch mehr Pech hat, fällt der Preis nur 12% und steigt dann deutlich auf mehr als unser ehemaliger Ek. Kann passieren). Wenn der Preis steigt, nachkaufen und auf weitere Gewinne hoffen. Die Wertpapiere werden nach dem Kauf jeweils so mit einem Trailing-Stop-Loss geschützt, dass der theoretische Verlust pro Wertpapier (und damit auch im Depot) nie größer ist als 10% des Einkaufspreises.

Dadurch werden Gewinne automatisch realisiert, wenn der Preis des Wertpapiers vom Maximalpreis (den der Trailing-Stop-Loss erlebt) an der Börse 10% fällt. Außerdem verkauft man nicht beim Preismaximum, hält sich jedoch die Chance offen, bei nur kurzen Kursrücksetzern von weiteren Kursgewinnen zu profitieren.

Wenn man im Plus ist, z.B. 10% oder 20% wird eine Tranche des Wertpapiers nachgekauft (und ein neuer Trailing-Stop-Loss eingestellt, entweder für das gesamte Wertpapier oder nur für die neue Tranche).

Was ist eure Strategie und Erfahrung hierzu?

Über Michael

Verheiratet, 2 Kinder. Aktueller Beruf: IT Consultant / Software Engineer
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